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Die extremsten Kandidaten

Da nun schon bekannt ist, welche 10 Kandidaten die konsensfähigsten über alle Parteien hinweg sind, folgt jetzt die Top 10 der Kandidaten, die am stärksten von den durchschnittlichen Antworten aller Parteien abweichen.

Platz 1:  Großmeister Carl Theo Antonin Willke (DIE PARTEI, Wahlkreis Berlin-Charlottenburg-Wilmersdorf, Listenplatz 14 in Berlin)

Wir gratulieren Großmeister Carl Theo Antonin Willke zu dieser Platzierung. Mit großer Sicherheit und ruhiger Hand hat er geschafft, bei den meisten Fragen das Gegenteil des Durchschnitts zu treffen. Bravo. 

Platz 2:  Joachim Pfeiffer (CDU, Wahlkreis Waiblingen)

Platz 3:  Klaus-Peter Willsch (CDU, Wahlkreis Rheingau-Taunus-Limburg, Listenplatz 15 in Hessen)

Platz 4:  Franziska Gminder (AfD, Listenplatz 23 in Baden-Württemberg)

Platz 5:  Jürgen Hardt (CDU, Wahlkreis Solingen-Remscheid-Wuppertal II, Listenplatz 39 in Nordrhein-Westfalen)

Platz 6:  Hans-Dieter Ruby (Freie Wähler, Listenplatz 10 in Baden-Württemberg)

Platz 7:  Vladimir Skoda (AfD, Wahlkreis Rhein-Sieg-Kreis II)

Platz 8:  Helmut Seifen (AfD, Wahlkreis Steinfurt I – Borken I)

Platz 9:  Torsten Heinrich (AfD, Wahlkreis Würzburg)

Platz 10: Christian Pothin (AfD, Wahlkreis Delmenhorst-Wesermarsch-Oldenburg-Land)

Neben dem Großmeister von Die Partei gibt die Kandidaten der Alternative für Deutschland dem Namen ihrer Partei alle Ehre. Sie belegen die Hälfte unserer Top 10. Interessant ist, dass auch Kandidaten der CDU stark von der Mitte, die ihre Partei ja von sich beansprucht, abweichen.

Die durchschnittlichsten Kandidaten

Wie man dank der Ranking-Shows von Sonja Zietlow, Oliver Geißen und Konsorten weiß, erfreuen sich Top-Listen größter Beliebtheit. Deshalb werden wir bis zur Wahl am 22.09.2013 verschiedene Auswertungen zu den Kandidaten veröffentlichen, die bei WEN WÄHLEN teilgenommen haben.

Heute beginnen wir mit den Kandidaten, die im Hinblick auf alle anderen Kandidaten über alle Antworten hinweg am ehesten dem Durchschnitt entsprechen, also deren Antworten am wenigsten von den durchschnittlichen Antworten aller Kandidaten abweichen. Die wahre Mitte aller Kandidatem sozusagen. Die Berechnungen wurden selbstverständlich allesamt von grauen Herren in einem dunklen Hinterzimmer durchgeführt.

Platz 1: Marius Augustin (NEIN!, Wahlkreis Erding-Ebersberg)

Diese Platzierung ist einigermaßen wenig überraschend, da Marius Augustin entgegen des Namens der Liste, auf der er kandidiert nicht gegen alles ist, sondern vielmehr bei fast allen Fragen sich für die Antwort „unentschieden“ entschieden hat. Mit bewundernswerter Variation erklärt Marius Augustin in nahezu jedem Kommentar zu seinen Antworten das Prinzip der NEIN!-Idee: die Bürger sollen selbst entscheiden. Nur bei der Frage nach Volksabstimmungen und den Fragen zu einem transparenten Staat lässt sich Marius Augustin zu einem klaren „Ja“ hinreißen.

Wir gratulieren Marius Augustin zu seinem ersten Platz und danken ihm für die Teilnahme an WEN WÄHLEN!

Aber auch ohne überall „unentschieden“ auszuwählen kann man eine ganz normal durchschnittliche Meinung haben, wie die folgenden Plätze zeigen: 

Platz 2:  Martina Stamm-Fibich (SPD, Wahlkreis Erlangen, Listenplatz 18 in Bayern)

Platz 3:  Daniela Kolbe (SPD, Wahlkreis Leipzig I, Listenplatz 4 in Sachsen)

Platz 4:  Pascal Powroznik (Piraten, Listenplatz 15 in Nordrhein Westfalen)

Platz 5:  Phillipp Tacer (SPD, Wahlkreis Düsseldorf I, Listenplatz 49 in Nordrhein-Westfalen)

Platz 6:  Andreas Vogt (Piraten, Wahlkreis Leipzig-Land)

Platz 7:  Maja Tiegs (Piraten, Wahlkreis Hagen-Ennepe-Ruhr-Kreis I)

Platz 8:  Sebastian Nerz (Piraten, Wahlkreis Tübingen, Listenplatz 1 in Baden-Württemberg)

Platz 9:  Matthias Dietrich (ÖDP, Wahlkreis Reutlingen)

Platz 10: Jürgen Stemke (Piraten, Wahlkreis Helmstedt-Wolfsburg, Listenplatz 8 in Niedersachsen)

 

Auf den Plätzen 2-10 folgen interessanterweise mehrheitlich Kandidaten der SPD und der Piratenpartei. Haben wir hier möglicherweise die wahre politische Mitte gefunden? Das kann man aufgrund der Überzahl an Parteien, die man eher dem linken Spektrum zuordnen muss, leider nicht mit Sicherheit sagen.

Nichtsdestotrotz handelt es sich bei den 10 Kandidaten um perfekte Kandidaten, falls jemand mal wieder einen Bahnhof bauen möchte und einen Schlichter braucht.